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 PIGAPICHA04

Eröffnung am 24.07.2009, 18.00 Uhr

Ausstellungsort: The Nairobi Gallery/National Museum Nairobi
25.07.2009 - 24.07.2010
täglich 9.30 bis 18.00 Uhr

Konzept: Johannes Hossfeld und Dr. Ulf Vierke

Kuration: Katharina Greven, Johannes Hossfeld, Dr. Ulf Vierke

Recherche: Tsitsi Roland, Franziska Lukas, Tatjana Wittulski, Clara Giacalone, Katharina Greven, Morris Keyonzo, Sam Hopkins

 

 

 

 

 

 

Pressefoto

Vernissage am 28.10.2010, 19.00 Uhr

Iwalewa-Haus
Münzgasse 9
95444 Bayreuth

Dauer der Ausstellung:
28.10.2010 - 06.03.2011

Konzept: Johannes Hossfeld und Dr. Ulf Vierke

Kuration: Sarah Böllinger

Recherche: Tsitsi Roland, Franziska Lukas, Tatjana Wittulski, Clara Giacalone, Katharina Greven, Morris Keyonzo, Sam Hopkins

 

Ausstellungen

Piga Picha

Hundert Jahre Portraitfotografie in Nairobi

 

Es gehörte, bis zum Aufkommen der Handy-Kameras, zur normalen Gesell­schafts­praxis aller Gemeinschaften in Kenia, sich fotografieren zu lassen: in Fotostudios wie Studio One, Ramogi und Maridadi oder bei den Straßenfotografen im Uhuru Park oder vor Monumenten in Nairobi. Alle haben sich portraitieren lassen: Familien, Ehepaare, Liebende, Freunde. Das Foto ist eine Wunschbühne, eine Bühne der Selbstinszenierung, auf der sich Identitäten ausprobieren lassen. Und die Fotografen inszenieren diese Selbstrepräsentation mit Handkolorierung, mit austaffierten Bühnenszenen, mit Fotomontage, mit Perspektivtricks oder mit gemalten Hintergründen, die die Portraitierten in ein Strandhotel am Indischen Ozean, aufs kenianische Hochland oder in die Schweizer Alpen versetzen.

Nach zwei Jahren Recherche in Studios und Archiven zeigen das Goethe-Institut Nairobi, die Universität Bayreuth und die Nationalmuseen Kenia in einer gemeinsamen Ausstellung Fotos aus ca. einem Jahrhundert. Zum ersten Mal gibt die Ausstellung einen umfassenden Überblick über diese wichtige urbane Kultur in Kenia und stellt damit bedeutende Beiträge zur Fotografie aus Afrika vor. Ausgestellt werden 300 Fotografien, von Meisterwerken der Fotografie als Kunstform bis zum trashigen Portraitfoto im informellen Studio, vom inszenierten Foto mit sorgsam platzierten Symbolen bis zu den schnell geschossenen Fotos der Straßenfotografen vor kenianischen Monumenten.

Die Fotos geben, über die Jahrzehnte hinweg, ein Bild vom gesellschaftlichen Wandel Kenias, von den 1910er Jahren bis heute. Texte kenianischer Schriftsteller und Geisteswissenschaftler leiten in die thematischen Sektionen der Ausstellung ein. Damit ersteht ein umfassendes Bild der Mentalitäts- und Gesellschaftsgeschichte Kenias. Vor dem Hintergrund der Krise nach den Wahlen 2007 will die Ausstellung einen Beitrag leisten zur Neudefinition der kenianischen Gesellschaft.

Eine Kooperation von Goethe-Institut Nairobi, DEVA/Universität Bayreuth und den National Museums of Kenya.

 


 

 

Ein Jahrhundert Studiofotografie in Nairobi

 

Vernissage am 28.10.2010, 19 Uhr im Iwalewa-Haus

 

PigaPicha! ("schieß ein Bild!") dokumentiert die Geschichte und einzigartige visuelle Kultur der Studiofotografie Nairobis. War das fotografische Porträt zunächst noch ein Privileg der Oberschicht in der kenianischen Hauptstadt, so wurde es im Laufe der Zeit allgemein üblich, sich zu besonderen Anlässen fotografieren zu lassen. Berühmte Fotostudios wie Studio One, Ramogi und Maridadi oder, neuerdings, auch die Straßenfotografen, die sich im Uhuru Park und vor den Monumenten in Nairobi positionieren, sie alle bieten eine Wunschbühne für die Selbstinszenierung ihrer Kundschaft. Die Bilder erzählen Geschichten, lassen soziale Beziehungen aufscheinen, verweisen auf Träume und Wünsche und verwandeln die Alltäglichkeiten des Lebens bisweilen auch mit Witz und Humor in imaginierte Identitäten. Hierfür arbeiten die Fotografen mit Montagen, perspektivischen Tricks und gemalten Hintergründen. Sie erzeugen wahrhaftige Bühnenarrangements, die ihre Protagonisten beispielsweise vor einem Strandhotel, in den Schweizer Alpen oder sogar in einer Coca-Cola Flasche zeigen.

In zweijähriger Recherchearbeit wurde in den Fotostudios und Archiven Nairobis ein Fundus von mehreren hundert Fotografien zusammengetragen und ausgewertet. Mit großem Erfolg lief die Ausstellung bereits in der Nairobi Gallery, Kenia.

Die Ausstellung entstand in Kooperation von Goethe-Institut Nairobi, DEVA, Universität Bayreuth und den National Museums of Kenya.

Weitere Informationen: Iwalewa-Haus, Universität Bayreuth.